Die Fotografin, Autorin
und Herausgeberin

„Als Juliana mit dem Down-Syndrom geboren wurde, geriet meine Welt erst einmal ins Wanken. Nach dem ersten Schock begann ich die Welt mit anderen Augen zu sehen. Mir wurde klar, dass Schönheit weit mehr ist als Symmetrie. Man muss einfach nur genauer hinsehen: Jeder Mensch hat etwas Schönes.“

Conny Wenk lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern Juliana und Nicolas in Stuttgart. Als Betriebswirtin war sie längere Zeit in Japan und den USA tätig, anschließend arbeitete sie als Personalleiterin in einem Stuttgarter Medienunternehmen.

Ihrer Tochter, die 2001 mit dem Down-Syndrom auf die Welt kam, hat sie es zu verdanken, dass ihre große Leidenschaft Fotografie schließlich zum Beruf wurde. Mit ihren Büchern und Kalendern, ihrem Blog und in den sozialen Medien inspiriert Conny Wenk seitdem Tausende auf der ganzen Welt.

Ihr Buch Außergewöhnlich gilt als einer der wirkungsvollsten Mutmacher für Mütter, die ein Kind mit Down-Syndrom bekommen. Die Erfahrungsberichte von Müttern und (vor allem!) die lebensfrohen Fotografien dieser außergewöhnlichen Familien zeigen charmant: Keine Angst, dieses Leben ist anders, aber ganz sicher werdet ihr reich beschenkt.

In dem Folgeband Außergewöhnlich: Väterglück kommen Väter von Kindern mit Down-Syndrom zu Wort, die offen von ihren Fragen und Zweifeln, von Enttäuschungen und Sorgen schreiben. Und die eben auch davon erzählen, wie ihr Leben durch ihre besonderen Kinder an Tiefgang und Freude gewonnen hat.

Endlich gibt es jetzt auch Außergewöhnlich: Geschwisterliebe. Lassen Sie die Erfahrungsberichte, Anekdoten und Liebesbekundungen von Geschwistern in diesem Buch auf sich wirken!

Um die bezaubernde Freundschaft der drei Mädchen Hannah, Juliana und Lilly geht es in dem Bildband Schmetterlingszauber. Und in dem Buch Freundschaft erzählen uns Conny Wenks Fotografien phantastische Geschichten, nehmen uns mit hinein in einzigartige Freundschaften und lassen uns staunend ahnen, wie reich unser Leben sein kann.

Seit einigen Jahren erscheint zudem der Wandkalender „A little extra“, den man auch bequem im Abo bestellen kann.

Conny Wenk ist Gründungsmitglied des Vereins 46PLUS – Down-Syndrom Stuttgart e. V., für dessen Kalenderprojekte sie Kinder mit Down-Syndrom und prominente Persönlichkeiten fotografiert hat. Für ihren Einsatz für Menschen mit Down-Syndrom wurde ihr 2011 vom Deutschen Down-Syndrom InfoCenter (Lauf) der „Moritz“ verliehen.

Conny Wenk über Conny Wenk:

„Die Fotografie war immer schon meine große Leidenschaft. Meiner Tochter Juliana habe ich es allerdings zu verdanken, dass meine Berufung jetzt auch zu meinem Beruf wurde.

Als Juliana mit dem Down-Syndrom geboren wurde, geriet meine Welt erst einmal ins Wanken. Nach dem ersten Schock begann ich die Welt mit anderen Augen zu sehen. Mir wurde klar, dass Schönheit weit mehr ist als Symmetrie. Man muss einfach nur genauer hinsehen. Jeder Mensch hat etwas Schönes.

Am liebsten fotografiere ich Kinder. Ganz egal, wie alt sie sind oder wie viele Chromosomen sie auch haben. Kinder sind etwas Wundervolles. Und sie werden so schnell groß. Wie leicht vergessen wir das.“

Conny Wenks Blog

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COFFEE TALK with Heike Fetzer

Mittwoch, 16. Januar 2019

Happiest Birthday to one of the most inspiring women I know. 🎉 Heike and I have been knowing each other for over 30 years now, since we went to school together. Around seven years ago, Heike felt the love and urge to give a poor child a loving home. I remember how both emotional and determined she was when she came back from her first trip to Haiti, the poorest country in the Western Hemisphere. It almost broke her heart to see all the tragedy there, the poverty and severe hunger, the crime … and so many mothers who are faced with the devastating decision to leave their kids at orphanages because they are too poor to care for them. She instantly knew she wanted to help and was on a mission …

Seeing Heike with her dream-come-true child Mylove made my heart melt. It’s impossible to not immediately fall in love with this girl who is not only the cutest, but also the smartest, most beautiful and loving kid on the block. Heike has a heart of gold, and so much to give. I love her attitude to provide her daughter with the best life possible, love, strength, confidence, education and health care, so that she can one day return to Haiti and help her people.

Please enjoy our interview and all the beauty, love and sunshine that is Mylove and Heike. Lots of more images of these two darlings in my stories.

01

WIE BIST DU ZUM THEMA ADOPTION GEKOMMEN?

Aus einer Großfamilie kommend, sind Kinder fest in meiner Lebensweltvorstellung verankert. Seit ich denken kann, wollte ich ein Kind adoptieren, einem Kind eine Zukunft, ein Zuhause mit viel Liebe und eingebettet in die Sicherheit und Geborgenheit einer Familie geben. Mit Mitte 40 habe ich dann als Single-Frau –  mitten im Leben und Beruf stehend – die Erfüllung meines Herzenswunschs gestartet und bin seit September 2017 Mutter einer wundervollen, bezaubernden Tochter, Mylove aus Haiti.

02

WIE VERLIEF DER PROZESS?

Ich habe mich sehr umfangreich zum Thema Adoption/Auslandsadoption informiert und mich dann für die staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle Help a child e.V. – Kinder finden Eltern – entschieden. Nachdem ich alle beglaubigten Dokumente  zusammengetragen hatte (Geburtsurkunde, Gesundheitszeugnis, Referenzen etc.), wurde meine Adoptionsbewerberakte über Help a child e.V. in Haiti eingereicht. Dann hieß es für mich Warten. Das Warten hat lange gedauert. Und irgendwann kam dann der lang ersehnte Anruf meiner Ansprechpartnerin bei Help a child e.V. „… Frau Fetzer, ich habe eine schöne Nachricht für Sie. Wir haben einen Kindervorschlag. Es ist ein Mädchen mit Namen Mylove …“. Mein Herz raste wie wild und mir stockte der Atem – ich konnte es kaum greifen. Gerade hatte ich die Information bekommen, dass ich Mama werde, eine Tochter bekomme. Die Gefühle waren unbeschreiblich – pures Glück. Mein Herzenswunsch wurde real.

03

WIE ERGING ES DIR IN DER ZEIT DES WARTENS UND WIE HAT DEIN UMFELD AUF DIE LAUFENDE ADOPTION REAGIERT?

Es ging ja um meinen Herzenswunsch. Da ich mich so auf das Kind freute, war das Warten für mich auf großen Teilen der Strecke auszuhalten. Und dies gelang mir vor allem auch, weil ich meine Familie und enge Freunde erst im letzten Drittel des laufenden Adoptionsprozesses eingeweiht und eingebunden habe. So war es mir möglich, das Warten und die Emotionen, die damit zusammen hängen, weitestgehend zu steuern. Glücklich bin ich darüber, dass meine Familie und meine Freunde wunderbar einfühlsam und freudig reagiert und für den Rest der Wartezeit mitgefiebert, sich mit auf meine Tochter so mitgefreut haben. Dessen war ich mir sowieso schon immer felsenfest sicher. Endlich konnte ich mein Glück jetzt teilen.

04

WIE VERLIEFEN BESUCHS- UND ABHOLREISE?

Die Reisen waren hochemotional. Nach einer über 30 Stunden andauernden Anreise von Heidelberg nach Port-au-Prince, Haiti, kamen wir um 11 Uhr morgens an, hatten zwei Stunden Zeit, uns frisch zu machen – denn dann kam der Fahrer und holte uns ab für den ersten Besuch im Kinderheim. Zum ersten Mal sollte ich meine Tochter sehen – in den Arm nehmen können. Ich bin heute noch froh, von der langen Reise so übermüdet gewesen zu sein, sonst hätte ich die letzte Stunde bis zum Mylove-im-Arm-halten nicht ausgehalten – es war unbeschreiblich emotional. Als die Heimleiterin mir meine kleine Tochter auf den Arm gab, war alles andere ausgeblendet. Pures Glück! Mylove lag in meinen Armen. Ich wusste von der ersten Sekunde, als ich sie sah: „Das ist mein Kind! Das ist meine Tochter! Ich liebe sie von ganzem Herzen.“  Ich verbrachte die Tage im Kinderheim und übernachtete dort zeitweise auch. Der Abschied am Ende der Besuchsreise war sehr schwer – zu wissen, dass nun nochmal eine Zeit des Wartens in weiter Ferne ansteht, ungewiss wie lange. Ich habe jedoch immer nach vorne geschaut und mich auf den Tag gefreut, an dem ich Mylove für immer in meine Arme schließen kann und wir endlich eine Familie sein werden. Dies hat mich die ganze Zeit getragen. Im September 2017 war es dann endlich soweit und ich konnte Mylove im Kinderheim abholen. Seitdem sind wir eine wundervolle Familie und Mylove hat sich fantastisch integriert. Sie geht gerne ins Turnen, liebt Pony reiten, freut sich auf jeden Besuch bei Oma Siegrid, liebt ihre Katze Layla und Oma Barbara’s Hund Doogy, besucht gerne die Elefanten im Zoo, freut sich auf jedes Treffen mit ihren Haiti-Freunden, malt gerne, singt gerne, hat einen zuckersüßen Humor entwickelt und ist ein echter Schelm. Sie geht gerne in den Kindergarten und freut sich wenn ich sie von dort wieder abhole, liebt ihre Großfamilie. Letzte Woche sagte ihre KIGA-Erzieherin bei der Abholung zu mir: „Mylove ist ein glückliches Kind.“ Mehr kann ich mir nicht wünschen. Ich habe eine glückliche Tochter. Mylove ist angekommen.

05

WIE VEREINBARST DU MYLOVE, JOB & KARRIERE?

Mylove steht für mich an erster Stelle. Mittlerweile habe ich meinen beruflichen Schwerpunkt verlagert. Meine jahrelange Erfahrung als Führungskraft in Customer Service & Inside Sales, meine Kenntnisse als Coach, persönlichen Erfahrungen und meine Interessen bringe ich zusammen. Diesen Schatz bringe ich als Beraterin und Coach für meine Kunden zur Lösungsfindung ein. Es ist mir ein Anliegen, Menschen dabei zu unterstützen herauszufinden, was wirklich für sie zählt und ihren Weg zu gehen, um ihre Träume, Ziele zu erreichen – beruflich wie privat.

Mylove ist mein größtes Glück. Ein Geschenk. Die Adoption von Mylove ist das Beste, was ich je gemacht und auf den Weg gebracht habe. Wenn ich Mylove ansehe, bin ich mir ganz sicher, dass sie genau hier bei mir sein soll. Wir passen so gut zusammen und sind uns auch ähnlich. Sie bringt Buntheit, Action, Leben und Freude in unsere Familie. Wundervoll.

06

WIE HAST DU ES GESCHAFFT, MYLOVE SO GUT ZU INTEGRIEREN?

Zentral war sicherlich, in kurzer Zeit eine gute, stabile, zuverlässige Bindungsbeziehung aufzubauen, Geborgenheit, Sicherheit zu geben, sehr viel und intensiv Zeit zusammen zu verbringen. Wir haben viele Alltagsrituale. Abends bin ich bei Mylove am Bett und halte ihre Hand, damit sie behütet und beschützt einschlafen kann. Und ich habe ein tolles, intensives Netzwerk befreundeter Adoptiveltern, die Kinder aus Haiti, Kenia oder Burkina Faso adoptiert haben. Wir tauschen uns viel aus, sehen uns regelmäßig und freuen uns darüber, dass sich unter unseren Kindern auch so schöne Freundschaften entwickelt haben – Freunde fürs Leben. Und einen großen Anteil trägt meine Familie. Mylove war schon, bevor sie hier in Deutschland war, voll integriertes Familienmitglied. Sie wird von allen geliebt und dies – wie auch die Freude an ihr – geben auch Sicherheit, Geborgenheit, erleichterten mit ihr Ankommen. Und auch Mylove hat alle in ihr Herz geschlossen, alle sind wichtig für sie. Ganz besondere Bezugspersonen dabei sind meine Mutter und mein Lebenspartner.

Zum Blog:
www.connywenk.com/blog

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